Juli 2020 Vitalpilz Enoki

Enoki der Samtfußrübling

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Seinen Namen „Winterpilz“ verdankt der Enoki der Gewohnheit, in der kühlen Jahreszeit zu wachsen. Vor allem in Japan, und in ganz Asien ist er ein sehr beliebter Speisepilz. Sein Lebensraum ist die Nordhalbkugel aber er ist auch in Australien zu finden. Sein Wert als Vitalpilz nimmt in den letzten Jahren mehr und mehr zu.


Herkunft und Nutzung des Enoki

Der Samtfußrübling wächst überwiegend auf abgestorbenen Ästen, Baumstämmen und Stümpfen von Laubbäumen. Er bildet lange, dünne Stile und 2-10 cm breite Hüte aus. Sein bevorzugter Lebensraum ist der kühle Norden aber auch auf dem australischen Kontinent ist er zu finden. Seine große Beliebtheit als Speisepilz hat ihn schon sehr früh interessant als Zuchtpilz gemacht. Bereits im 9. Jahrhundert – zur Zeit der Tang Dynastie – ist sein Anbau dokumentiert. Eine besondere Ehre wurde ihm im Jahr 1993 zu Teil: Im Rahmen der Spacelab-Mission D2 wurde der Einfluss der Schwerkraft auf das Wachstum des Enoki untersucht. Möglich war das, weil er relativ einfach zu kultivieren ist.


Inhaltsstoffe des Enoki


Der Enoki enthält einen hohen Anteil pilztypischer Polysaccharide. Charakteristisch für ihn sind auch Flammin und Velin, zwei Eiweißverbindungen, die auch in wissenschaftlichen Studien immer wieder untersucht werden. Daneben enthält er B-Vitamine und einen kleinen Anteil von Vitamin C.

In der Praxis erprobte Anwendungsgebiete

• Verbesserung der Verträglichkeit von Chemo- und Strahlentherapie 
Die immunmodulierenden Eigenschaften des Enoki stärken einen Organismus, der aufgrund einer schulmedizinischen Tumortherapie besonders belastet wird. Sowohl eine verbesserte Verträglichkeit der Therapie als auch ein Schutz vor weiteren Zellveränderungen kann durch die antioxidativ wirkenden Inhaltsstoffe erreicht werden.
• Immunmodulation bei Allergien und Infektionen
Der Enoki stimuliert unter anderem die Interferon-Gamma-Produktion, die bei der Immunantwort des Organismus von großer Bedeutung ist. Bemerkenswert ist der modulierende Effekt auf das Immunsystem. Deshalb kann der Enoki zum Schutz vor Infektionen ebenso wie bei überschießenden Abwehrreaktionen (zum Beispiel Allergien) eingesetzt werden.
• Chronisches Müdigkeitssyndrom
Als vitalisierender Pilz mit hohem Gehalt an Polysacchariden kann der Enoki auch bei chronischem Müdigkeitssyndrom, wie es unter anderem als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen auftritt, eingesetzt werden.

März 2020 Vitalpilz Chaga

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Chaga – der schiefe Schillerporlin

Um den Chaga ranken sich viele Geschichten: So soll einer Sage nach der Großfürst von Kiew im 11./12. Jahrhundert regelmäßig einen Sud aus Chaga Pilz getrunken haben. Später wurde der Einsatz des Chaga von den Einwohnern Sibiriens gut dokumentiert. In der heutigen Zeit ist der Chaga auf vielen Kontinenten bekannt und wird auch gerne in Rahmen der mykotherapeutischen Ernährungsberatung angewendet.
 

Herkunft und Nutzung des Chaga

Der Chaga Pilz ist ein echter Sumpfbewohner. Er liebt die Laubbäume der Waldgebiete von Russland, Polen und Skandinavien wie auch in Kanada oder Japan. Aber auch in anderen Ländern kann er vorkommen. Er ist ein Parasit und besiedelt gerne verschiedene Laubbäume. In den Ländern, in denen der Chaga genutzt wird, sammelt die einheimische Bevölkerung lediglich den auf Birken wachsenden Schiefer Schillerporling.
Der Chaga sieht aus wie eine verbrannte Stelle am Baumstamm. Wenn man die schwarze oder dunkelbraune Rinde aufbricht, kommt das braune, holzartige Innenleben zum Vorschein.
Traditionell wird der Pilz dann noch getrocknet und gebrochen bzw. geschrotet. Durch die grobe Struktur kommt es beim Zerkleinern zu sehr unterschiedlich großen Stücken. Von würfelgroßen Brocken bis zum Pulver findet sich dann alles im Mörser. Danach muss man diese Stücke nur noch mit Wasser aufgießen und ziehen lassen. Diesen kräftig herb schmeckenden Tee kann man mehrmals am Tag trinken.
 

Inhaltsstoffe des Chaga

Die Stärke des Chaga liegt in der Kombination von unterschiedlichen Inhaltsstoffen. Vor allem verschiedene Polyphenole und Polysaccharide gelten als wertvolle Antioxidanzien und begründen seinen guten Ruf.
Ein weiterer nennenswerter Vitalstoff ist das Betulin, das im Inonotus obliquus nachgewiesen wurde. Vermutlich wird es aus seinem Wirtsbaum, der Birke, synthetisiert und über die lange Wachstumszeit des Chaga angesammelt. Als Betulinsäure ist es immer wieder Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.
Zuletzt seien noch Gerbstoffe, Flavonoide und Mineralstoffe genannt. Vor allem Kalium, Natrium und Magnesium lasssen sich in diesem Vitalpilz nachweisen.
 

Kurzbeschreibung der medizinischen Wirkung:

  • Entzündliche Erkrankungen des Magen-Darmtraktes
  • Krebserkrankungen allgemein, mit einem besonderen Schwerpunkt auf
  • solche des Magen-Darmtraktes
  • Hungerstillung
  • Entzündungshemmung
  • Allgemein kräftigend
  • Antioxidativ
  • Antiviral
  • Abwehrstärkend
  • Stoffwechselanregend
  • Zur Unterstützung bei allergischen Hauterkrankungen (Darmsanierung)
  • Äußerlich reinigend und desinfizierend