August 2020 Vitalpilz Hericium erinaceus

Hericium erinaceus der Affenkopfpilz

Sein äußeres Erscheinungsbild ist ungewöhnlich: weiß bis cremefarben, manchmal auch rosarot, ist sein runder Fruchtkörper von kleinen „Stacheln“ bedeckt. Wer ihn einmal gesehen hat, vergisst diesen seltsamen Vertreter der Vitalpilze nicht mehr. Der Igelstachelbart ist ein beliebter Speisepilz. Ob frisch vom Markt oder getrocknet auf Vorrat: er bereichert jedes Gericht durch sein feines Aroma, das an Meeresfrüchte mit leichter Zitronennote erinnert. Neben seinen kulinarischen Eigenschaften ist auch seine Kombination aus unterschiåedlichen Vitalstoffen ein wichtiger Beitrag zur täglichen Ernährung. Deshalb wird er bereits seit über 70 Jahren in Asien angebaut.

Herkunft und Nutzung des Hericium

Der Igelstachelbart ist in der freien Natur nur selten zu finden, obwohl seine Heimat Nordeuropa und –amerika sowie Ostasien ist. Er wächst an den Wunden schwacher oder abgestorbener Laubbäume und bevorzugt Eichen und Buchen, manchmal auch Obstbäume. Dank einer erfolgreichen Kultivierung ist er ein weit verbreiteter Speisepilz und gilt vor allem in der asiatischen Küche als Delikatesse.
Aber auch als Nahrungsergänzungsmittel ist er in Asien seit langem bekannt. Dies ist vor allem den enthaltenen wertvollen Biovitalstoffen zu verdanken, die sich wohltuend auf den Körper auswirken.

Inhaltsstoffe des Hericium

Der Wert seiner Inhaltsstoffe ist sehr weit erforscht. Vor allem das Vorhandensein der acht essenziellen Aminosäuren ist belegt. Aber auch der hohe Kaliumgehalt bei gleichzeitig sehr niedrigen Natriumwerten macht ihn zu einem wichtigen Mitglied der Vitalpilzfamilie. Desweiteren sind Zink, Eisen und Selen sowie Polysaccharide in nennenswerten Mengen vorhanden.

Vitalpilze und ihre Bedeutung in der Naturheilkunde

In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist Hericium gut für die fünf Organe Niere, Leber, Milz, Herz und Magen. Der Pilz gehört zu den ausgewählten Pilzarten, welche in der Mykotherapie als Vitalpilze, Heilpilze, Medizinalpilze oder auch als Gesundheitspilze bezeichnet werden. Er unterstützt nachhaltig die Verdauung, dient der allgemeinen Stärkung, gibt Lebenskraft und beugt Krebserkrankungen vor.

Tatsächlich ist das Wirkungspotenzial des Affenkopfpilz im gesamten Verdauungssystem erheblich. Der Vitalpilz Hericium reguliert die Verdauung und wirkt beruhigend. Der sogenannte Heilpilz trägt wesentlich zum Wiederaufbau geschädigter Magen-, Darm- und Speiseröhrenschleimhäute bei, behebt Störungen der Darmflora und hilft bei Übersäuerung oder Sodbrennen.

Klinische Studien haben gezeigt, dass Heilpilz Hericium sehr erfolgreich bei allen Entzündungen und Geschwüren sowie bei Krebserkrankungen im Verdauungstrakt, also bei Magengeschwüren, Speiseröhrenkrebs, Magenkrebs, Colitis ulcerosa , Morbus Crohn, Kolonkarzinomen, Bauchspeicheldrüsenkrebs eingesetzt werden kann.

Die Antitumorwirkung des Heilpilz Hericium wird seinen Polysacchariden und Polypeptiden und ihrer immunstimulierenden Wirkung zugeschrieben. Es konnten auch antimikrobielle Wirkstoffe nachgewiesen werden, die beispielsweise das Bakterium Helicobacter pylori hemmen, welches für die Entstehung von Magengeschwüren und Magenkrebs verantwortlich gemacht wird. Auch wurden Stoffe mit dem Namen „Erinacin(e)“ nachgewiesen, durch welche die Regneration und Wachstum von Nervenzellen und Nervenfasern begünstigt wird. Da die Bauchgegend mit über 100 Millionen Nervenzellen die größte Ansammlung von Nervenzellen darstellt wird verständlich warum der Heilpilz Hericium so positive Auswirkungen auf den Magen-Darm Trakt besitzt.

Der Vitalpilz entfaltet aber noch viele andere Wirkungen. Der Heilpilz hilft bei Infektionen, bei Asthma, Allergien und bei Neurodermitis. Im Hericium enthaltene Erinacine können den Nervenwachstumsfaktor stimulieren. Dies kann bei innerer Unruhe, Nervenerkrankungen und bei der Alzheimer Krankheit von Nutzen sein und die Regeneration peripherer Nerven bei neuronalen Erkrankungen und Polyneuropathie unterstützen. Nach einigen Wochen der Einnahme wirkt Hericium ausgleichend und harmonisierend und kann Angstzustände, Depressionen, Wechseljahresbeschwerden und insbesondere Schlafstörungen lindern. Studien berichten von einer Stimmung aufhellenden Wirkung der Presssäfte des Pilzes.

Heilpilz der besonderen Art.

Mai 2020 Vitalpilz Cordyceps sinensis

Cordyceps sinensis – der tibetische Raupenkeulenpilz

Entdeckt wurde dieser Pilz von tibetischen Yakhirten, die eine ungewöhnliche Vitalität ihrer Tiere feststellten, wenn sie auf Wiesen weideten, auf denen diese Pilze wuchsen. Was für die Rinder gilt, sollte doch auch auf den menschlichen Organismus übertragbar sein. So begannen die Hirten, diese Pilze auch für den eigenen Verzehr zu entdecken. Auch heute noch sammeln die Bewohner des Hochlandes Fruchtkörper des Raupenpilzes im Himalaya.

Herkunft und Nutzung des Cordyceps

Die Heimat des Cordyceps ist das Hochland Tibets zwischen 3000 und 5000 m. Allerdings ist er auch in anderen hochgelegenen Wiesen und Weiden des Himalaya zu finden. In diesen Gegenden ist die Suche nach dem seltenen Pilz mit der unscheinbaren Form oft die einzige Einnahmequelle. Der Raupenpilz hat diesen Namen von seiner ungewöhnlichen Lebensweise: er befällt im Herbst eine bestimmte Raupenart und nutzt das Tierchen als Nahrung. Im Frühjahr treibt er braune Fruchtkörper aus, die dann von Sammlern geerntet werden. Da die Suche sehr mühsam ist und die Nachfrage auf dem Markt die angebotene Menge weit übersteigt, ist der Cordyceps ein sehr wertvolles Gut: ein Kilo dieser Fruchtkörper aus Wildsammlung kostet bis zu 28.000 Euro auf dem freien Markt. Um die wohltuenden Eigenschaften des Cordyceps allen Kunden zu einem vernünftigen Preis zur Verfügung stellen zu können, wurde eine Zuchtform entwickelt, die diesen Pilz in größeren Mengen hervorbringt.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Produkte aus gezüchteten Pilzen die gleichen Inhaltsstoffe enthalten, wie die aus Wildsammlung.

Inhaltsstoffe des Cordyceps

Der Cordyceps enthält neben Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen einige besondere Aminosäuren: Cordycepin, Ergosterol und L-Tryptophan. Wissenschaftliche Forschungen beschäftigen sich immer wieder mit ihren positiven Eigenschaften. Auch die pilztypischen Polysaccharide, genannt Beta Glucane erregen immer wieder die Aufmerksamkeit der Forscher und man darf gespannt sein, welche Erkenntnisse hier in den nächsten Jahren gewonnen werden können.

Besonders interessante Indikationen von Cordyceps sinensis und Cordyceps militaris:

  • Müdigkeit, körperliche Erschöpfung und Rekonvaleszenz
  • Psychische Erschöpfung bis mittlere Depression
  • Impotenz und Sterilität
  • Hormonelle Regulationsstörungen
  • Allergien und Autoaggressive Erkrankungen und Asthma
  • Niereninsuffizienz
  • Virus Hepatitis und andere chronische Lebererkrankungen
  • antitumorale Wirkung, Immunmodulation, Erregerbedingte Erkrankungen

Cordyceps in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Tempeatur: warm
Geschmack: süß
Funktionskreis: Niere und Lunge

TCM Wirkweise und Indikation:

stärkt Nieren-Jing

Nieren-Yang und Lungen-Yin

transformiert Schleim

stoppt Husten

stärkt Wei Qi

Traditionell bei Schwäche, zur Verjüngung, Steigerung der Libido, Lungen- und Nierenerkrankungen, Optimierung des Immunsystems.