Januar 2026 Aromatherapie für Heilberufe

 Aroma-Therapie

Das Wissen um die Verwendung ätherischer Öle ist ein uralter, überlieferter Erfahrungsschatz vieler Kulturen. Niederschriften altertümlicher Stämme und umfangreiche Verbreitung in Ägypten, Mesopotamien, China, Griechenland, Indien und vielen weiteren Ländern. Es wurden meist Duftstoffe aus Pflanzenteilen in Form von Räucherwerk für therapeutische und rituelle Zwecke angewandt.

Chinesen und Inder stellten zu ältesten Zeiten ihrer Geschichte ätherische Öle bei Hauterkrankungen her, vor allem von Rosen und Kalmus. Wichtigster Unterscheidungspunkt zur systemorientierten Schulmedizin sind die ganzheitlichen Ansätze der Aromatherapie. Natürliche Wohlgerüche und Essenzen zählten zu den frühesten und beliebtesten Handelsgütern der Welt. Diese Handelsleute verbreiteten das Wissen in vielen Ländern. Die Geschichte der ätherischen Öle ist untrennbar mit der Geschichte der gesamten Pflanzenheilkunde verbunden. Obwohl eine umfassende Kenntnis ätherischer Öle erst in jüngster Zeit gelang, ist deren Bedeutung bereits den ältesten Völkern nicht entgangen.

Die Destillierkunst muss vor ca. 5000 Jahren bekannt gewesen sein.

Die Römer nutzten diese Kenntnisse, sie destillierten aromatische Wässer und nutzten diese mit Massageölen. Pedanius Dioscorides (60 n. Chr.) stellte in seinem fünfbändigen „De Materia Medica“ 600 Pflanzen zusammen, beschrieb die chemische Zusammensetzung und deren Veränderung durch Bodenbeschaffenheit, Alter der Pflanze, der Jahreszeit etc. Dieses Werk diente als Vorläufer vieler medizinischen Texte. Claudius Galen ( 131-201 n. Chr.) erweiterte dies , der Ausdruck „Galenik“ wird noch heute benutzt, um Drogen und deren medizinische Bestandteile aus Pflanzen und Tieren zu beschreiben.

1928 wurde zuerst der Begriff „Aromatherapie“ von dem französischen Chemiker Rene Maurice Gattefosse geprägt.

Die Therapie mit aromatischen Ölen hat nun einen beachtlichen Bereich außerhalb der wissenschaftlich anerkannten Medizin eingenommen. Vor allem in England hat sich die Aromatherapie zu einem auch von den staatlichen Behörden anerkannten Teil der Heilkunst entwickelt. Davon ist man in Deutschland zwar noch weit entfernt, aber auch hier hat die Beschäftigung mit der heilenden Wirkung von ätherischen Ölen in weiten Bereichen der Bevölkerung Freunde gefunden.

Im deutschsprachigen Raum beschrieben E. Gildemeister und Fr. Hoffmann im Standardwerk „Die ätherischen Öle“ Herkunft, Inhaltsstoffe und Gewinnung.

Unter „Aromatherapie“ versteht man ein komplementäres, ganzheitliches therapeutisches Angebot durch Angehörige von Heilberufen. Im Laufe der Jahre konnten sich zahlreiche Rezepturen für die verschiedensten Rezepturen praktisch bewähren. Die duftenden Anwendungen und Mischungen zeigen dabei immer wieder verblüffende Erfolge. 

Bei allen Empfehlungen, insbesondere im psychischen Bereich, entscheidet letztendlich die Nase der Patientin, welcher Duft oder welche Mischung sich eignet: Es sollten nur Düfte verwendet werden, die als angenehm empfunden werden! 

Viele Betroffene wünschen sich neben konventionellen Therapien auch naturheilkundliche Anwendungen. Sie möchten nicht nur gegen eine Krankheit kämpfen, sondern auch etwas für den Weg zur Heilung und Gesundheit tun. 

Bei der Anwendung ätherischer Öle geht es um Begleitung, Unterstützung des Wohlbefindens, Stärkung der Widerstandskräfte und Aktivierung vorhandener Ressourcen.